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Wassersporterlebnis Longe‑Côte in Dünkirchen

Dünkirchen ist die Wiege des Longe-Côte, also des Wanderns im Wasser entlang der Küste. Die trendige Wassersportart wurde 2017 von einem Rudertrainer erfunden, der auf der Suche nach einem Sport war, „der alle Muskeln des Körpers trainiert“. Die Bauchmuskeln, Brustmuskeln, das Gesäß und die Rückenmuskulatur werden hier in der Tat auf die Probe gestellt – vor allem, wenn die See rau ist. Also auf nach Norden an die Opalküste, wo diese gesellige Sportart sehr beliebt ist: Wir stellen uns den Elementen, helfen uns gegenseitig und trainieren auch alle zusammen… die Lachmuskeln!

Blick vom Strand Malo auf die Häuserreihe entlang der Strandpromenade, Copyright: Office de Tourisme et des Congrès de Dunkerque-Rêves de PandaNordfrankreich, Dünkirchen, Strand Malo-les-Bains
©Nordfrankreich, Dünkirchen, Strand Malo-les-Bains|Office de Tourisme et des Congrès de Dunkerque - Rêves de Panda

Longe-Côte: Wassersport für alle

Ob schon geübt, frischer Anfänger oder Trainer: Hier sind wir alle willkommen, alle fühlen sich wohl. Es gibt keine Unterschiede – ein bisschen wie beim Karneval, das ist wohl einfach die Mentalität in Dünkirchen.

Nachdem wir die Neoprenanzüge nicht ganz ohne Schwierigkeiten angezogen haben, machen wir uns auf den Weg zum Strand – am Ortsrand von Malo-les-Bains und Leffrinckoucke. Wir sehen Strand, so weit das Auge reicht und stehen inmitten der Filmkulisse für Christopher Nolans Film „Dunkirk“. Die Meeresluft ist mild, der Wind schwach, die Wassertemperatur beträgt 15°C. Ideale Bedingungen für eine Feuertaufe! Immer in Richtung Belgien, aber auf dem Seeweg. Mit dem Meerwasser auf Brusthöhe geht es darum, einfach zu laufen, mit oder ohne die Hilfe eines Paddels, um sich vorwärts zu bewegen. Sie können auch rennen, rückwärtsgehen oder sich alle aneinander festhalten wie eine lange Raupe…

„Es ist ein Ganzkörper-Sport, der Muskeln, Herz und Ausdauer trainiert,“ sagt Jean-Paul, der Gründungspräsident von Opale Longe-Côte. „Im Wasser kostet jede Bewegung fünfmal mehr Energie als an Land. Und im Winter aktiviert das kalte Wasser die Blutzirkulation und massiert den Körper, was wiederum auch das Bindegewebe strafft.“

Rundum wohlfühlen im Norden Frankreichs

Das Überqueren der Wellen ist noch belebender: Wir springen, scheitern, atmen noch tiefer und speichern dabei ein Maximum an Ionen, vor allem Jod, das für unseren Stoffwechsel wichtig ist. Am lustigsten ist es immer noch, wenn man am Strand gegen die Strömung läuft und feststellt, dass man trotz der Anstrengung mit 500 kcal pro Stunde nicht wirklich weiterkommt…

Die mehr als einstündige Wanderung im Wasser führt uns bis auf Höhe des Bunkers in Leffrinckoucke. Jean-Paul passt auf uns alle auf und gibt uns Tipps. Die Müdesten machen eine Pause und legen sich flach aufs Wasser, um ihre Muskeln zu entspannen. Und nun alle einmal umdrehen. In die andere Richtung ist es einfacher: Wir sind schon etwas stärker, die Gelenke scheinen flexibler zu sein. „Das Ziel ist wirklich, zu lernen, wie man sich entspannt und mit der aquatischen Umgebung versöhnt,“ sagt Jean-Paul. „Das Arbeiten in der Schwebe im Wasser ist wichtig. Sie müssen den archimedischen Schub ausnutzen.“

Auf dem Rückweg gehen wir noch einmal in die Umkleidekabine, um zu duschen und uns umzuziehen. Es singt von überall her: Longe-Côte macht glücklich!

Tipp des Locals

Laurence BailleulLaurence Bailleul
Blicken Sie vom Glockenturm aus auf Dünkirchen

 

Ein 360°-Blick aus einer Höhe von 58 Metern ist wirklich beeindruckend. Man versteht, wie die Stadt organisiert ist und sieht die verschiedenen Stadt-, Hafen- und Strand-Atmosphären. An einem Samstagnachmittag können Sie auch den Glockenspieler treffen, der auf diesem Glockenspiel mit 50 Glocken spielt, das merkwürdigerweise in einem alten Kirchturm installiert ist.

Laurence BAILLIEUL, Expertin für Ausflüge in Dünkirchen und Umgebung
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