© Nordfrankreich, Château-Thierry, Haus von Jean de la Fontaine, Statue des berühmten Fabeldichters | CRTC Hauts-de-France - AS Flament

Auf den Spuren berühmter Persönlichkeiten Nordfrankreichs

Egal, ob sie in Nordfrankreich geboren sind oder die Region als Heimat gewählt haben: Die Menschen, die wir Ihnen auf dieser Seite vorstellen, sind für immer ein Teil unserer Region und unserer kollektiven Erinnerung. Wandeln Sie auf den Spuren dieser Menschen, entdecken Sie ihre besonderen Ideen und Schicksale während Ihres Urlaubs in Nordfrankreich. Ihre Reise führt sie nach Lille, Amiens, Montreuil-sur-Mer, auf Schloss Thierry und nach Französisch-Flandern. In Ihrem Rhythmus erkunden Sie Nordfrankreich auf den Spuren seiner national und international berühmten Persönlichkeiten.

Kind vor einer auf den Boden gezeichneten Karte im Haus von Jules Verne in Amiens, Nordfrankreich. Copyright: ADRT80 - Nos Cœurs VoyageursNordfrankreich, Amiens, Haus von Jules Verne mit Kindern besichtigen
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Lille

01. Charles de Gaulle

Der Mann des Nordens

„Der Norden war nicht nur [sein] Geburtsort, sondern verkörperte auch eine Ethik, eine Erziehung, eine Art, die Dinge zu sehen. Es war nicht angebracht, ausschweifend zu sein. Wir haben kein Aufsehen erregt.“ Dieses Zitat stammt von Philippe de Gaulle, dem Sohn des Generals.

Wie könnte man besser zum Ausdruck bringen, was Charles de Gaulles Kindheit in Nordfrankreich prägte? Der Vater der Fünften Republik wuchs in der Rue Princesse Nr. 9 in Lille bei seiner Großmutter auf – heute befindet sich dort ein Museum. Die Atmosphäre des Museums ist authentisch, damit Sie nachvollziehen können, wie der französische Präsident aufwuchs und sich bei ihm „zu Hause“ fühlen können. Neben dem Haus in Lille finden Sie in Nordfrankreich viele weitere Orte, die das Leben von de Gaulle beeinflusst haben: Arras, das Département Aisne und Somme, das Bergbaubecken, die Opalküste (Ferienort der Familie) und Calais, die Stadt, in der seine Frau Yvonne geboren wurde und in der das Paar als Statue verewigt ist.

Amiens

02. Jules Verne

Von Nordfrankreich einmal um die Welt

 

 

Das Haus mit dem Turm in Amiens ist bezeichnend für die Lebenseinstellung des weltberühmten Schriftstellers: Freies Denken, entgegen gesellschaftlicher Konventionen von Neuem träumen und allseits akzeptiertes „Unmögliches“ in Frage stellen. Tatsächlich fühlen Sie sich im Turm in der Rue Jules Verne „näher am Himmel“ und genießen den freien Blick über die Dächer von Amiens. Jules Verne lebte hier fast 20 Jahre lang mit seiner Frau Honorine und schrieb an seinem Schreibtisch Weltliteratur.

Entdecken Sie das Science-Fiction Universum des Autors und folgen Sie seinen großen Abenteuern „In 80 Tagen um die Welt“ oder „20.000 Meilen unter dem Meer“. Reisen Sie einmal um die Welt dank einer großen Weltkarte und staunen Sie über die schier überbordende Kreativität von Jules Vernes, die im Kontrast mit seinen eher bescheidenen Wohnräumen steht. Wie Generationen von Eltern und Kindern vor Ihnen werden auch Sie dem Charme und Zauber der fantastischen Welten von Jules Verne erliegen!

Spaziergang in Montreuil-sur-Mer mit "Les Misérables"

03. Jean Valjean

Wie wäre es, wenn Sie bei einem Spaziergang durch Montreuil-sur-Mer den Spuren der berühmten Romanfigur Jean Valjean aus Victor Hugos „Les Misérables“ folgten? Ein literarisches und romantisches Erlebnis entlang der Stadtmauern wartet auf Sie, gespickt mit kulinarischen Pausen in einem (oder mehreren!) der über 20 Restaurants des Städtchens. Victor Hugo ist dem Charme von Montreuil-sur-Mer prompt verfallen und wählte es als Schauplatz für den ersten Teil seiner Romanreihe. In Hugos Vorstellung hätte er Cosette, die Ziehtochter Jean Valjeans, im ehemaligen Postamt Relais du Roy getroffen und der Gefängniswärter (und später Polizeiinspektor) Javert hätte auf dem Place Gambetta Wache gehalten, um den Bürgermeister von Montreuil, Jean Valjean, alias Monsieur Madelaine, auszuspionieren. Das Epos „Les Misérables“ wird heute jedes Jahr mit einer von den Bewohnern organisierten Ton- und Lichtshow zum Leben erweckt.

Château-Thierry

04. Jean de La Fontaine

Eine Reise in die Welt der Fabeln

Der Fabeldichter Jean de La Fontaine wurde 1621 in einem Herrenhaus im nordfranzösischen Dörfchen Château-Thierry geboren. Das herrschaftliche Anwesen wurde von 2008 bis 2014 restauriert und ist heute ein Museum. Elegant und ästhetisch präsentiert sich Ihnen die weiße Steinfassade, das schmiedeeiserne Tor und die großzügigen Innenräume. Als Dichter des 17. Jahrhunderts war La Fontaine ein Meister des „Sagens, ohne es zu sagen“ und hielt nicht nur dem Königshof und der Gesellschaft den moralischen Spiegel vor, sondern zeigt auch uns noch heute die Regeln von Moral und Anstand mit seinen Fabeln vom schlauen Fuchs, dem eitlen Raben oder der gütigen Maus. Im Museum erwarten Sie zum Beispiel 59 Malereien, die die Fabeln von La Fontaine illustrieren. Wir haben sie dem Baron Félix-Sébastien Feuillet de Conches zu verdanken, der Künstler aus aller Welt dazu aufrief, La Fontaines Fabeln zu illustrieren, darunter Delacroix, Decamps oder Horace Vernet.

Im grünen Garten des Anwesens können Sie sich mit Ihren Kindern, Ihrem Partner oder Freunden bei einem Spaziergang weiter über die Botschaften der Fabeln austauschen. Es sei denn, Sie möchten lieber bei einem Glas Champagner darüber sinnieren? Dann besuchen Sie eines der großen Champagner-Häuser, denn in diesem Teil Nordfrankreichs werden 10% des französischen Champagners hergestellt! Auch das Panorama von den Befestigungsmauern von Château-Thierry ist sehr zu empfehlen.

Villers-Cotterêts

05. Alexandre Dumas

Die Geschichte eines großen Schriftstellers

Alexandre Dumas, der berühmte Autor zahlreicher Romane, darunter „Die drei Musketiere“ und „Der Graf von Monte-Cristowurde 1802 im nordfranzösischen Villers-Cotterêts geboren. Sein Geburtshaus – heute ein Museum – zeichnet die Familiengeschichte der drei Dumas nach. Sie sehen das Porträt des Vaters von Alexandre Dumas, der in Santo Domingo geboren wurde und später den Titel „General der Republik“ trug. Außerdem: das Werk des Sohnes Alexandre mit einer großen Sammlung von Dokumenten, handschriftlichen Arbeiten und illustrierten Originalausgaben seiner Werke. Es gibt zusätzlich wunderbare Neuigkeiten für Villers-Cotterêts: Das zukünftige internationale Zentrum für französische Sprache (Cité Internationale de la langue française) wird in Villers-Cotterêts errichtet, dort, wo 1539 Französisch zur offiziellen Sprache des Königsreichs erklärt wurde.

Le Cateau-Cambrésis / Bohain-en-Vermandois

06. Die Henri Matisse-Museen

Eine Farbexplosion!

Das Haus der Familie von Henri Matisse: der berühmte Maler privat

In seinem Elternhaus in Bohain-en-Vermandois, einer Getreidemühle, entdeckte Henri Matisse seine Berufung als Künstler – dank seiner Mutter, die ihm einen Farbkasten schenkte, als er krank war und im Bett liegen musste. Schon als Kind zeig Matisse einen besonderen Geschmack für Farben und sammelt mit großer Leidenschaft Stoffe.

Das Matisse-Museum in Cateau-Cambrésis

Der Meister stiftete viele seiner Werke dem Matisse-Museum in Cateau-Cambrésis. Farbe und Lebensfreude finden Sie hier in jedem Ton! Bei einem Besuch verstehen Sie, wie sich seine Farbpalette aufgrund seiner Erfahrungen und Reisen allmählich erhellt, bevor sie in Tahiti erblüht. Schenkungen von Auguste Herbin, Maler der geometrischen Abstraktion, und Alice Tériade ergänzen die Sammlung des Museums mit weiteren farbenprächtigen Werken!

Saint-Jans-Cappel

07. Marguerite Yourcenar

Auszeit in Flandern

Begeben Sie sich auf den Hyazinthenweg am Mont-Noir in Französisch-Flandern und tauchen Sie ein in die Atmosphäre, in der die Schriftstellerin Marguerite Yourcenar während ihrer ersten 9 Lebensjahre aufgewachsen ist. Es geht nicht so sehr darum, die Kindheit dieser außergewöhnlichen Schriftstellerin nachzuvollziehen. Sondern wir laden Sie vielmehr dazu ein, die Stimmung zu spüren und das Leben zu fühlen, das Yourencar in diesem Teil Nordfrankreichs lebte. Die englisch-normannische Villa Marguerite Yourcenar ist heute eine Künstlerresidenz, in der Künstlerinnen und Künstler Inspiration finden.

Diese riesigen flachen Landschaften, in der die Wolken ständig die unfassbare Weite des Himmels verändern, wo zugleich Bauernhöfe Bescheidenheit und Demut ausstrahlen, wo gleichmäßige und schöne Baumreihen den Horizont begrenzen. Eine Atmosphäre, die sich stetig verändert, wie in den Gemälden des 17. Jahrhunderts, die der Schönheit des Nordens Ausdruck verliehen haben…